Schwebend ziehn die Wolken vorbei,
Mein Blick folgt ihnen ins Einerlei.
Langsam fließt das Fluss-Wasser dahin,
Was hat der Fischer da drüben wohl im Sinn?

Die Brise nimmt zu, ein Wind dann schon weht;
Und vor meinen Augen ein Bild entsteht:

Ein Engel mit goldenem Haar,
Das fliegend im Winde weht;
Mit Augen, die funkeln wie Sterne,
Ein Engel hier vor mir steht.

Leise glitzert das Gras einfach so,
Plätschern die Wellen, Vögel schrei’n irgendwo.
Drüben ein Zug zieht vorüber,
Nirgends wär ich grad jetzt lieber…

Warm strahlt die Sonne, meine Augen ich schließ,
Als ich Schritte hör, und vor mir nun, so süß:

Ein Engel mit goldenem Haar,
Das sanft glänzend im Winde schwebt;
Mit Augen, die leuchten mit Wärme,
Ein Engel den Kopf vor mir hebt.

Nur ein leis rauschender Hall des Zuges ist noch da,
Bevor die Stille wieder kehrt zurück.
Da hinten liegt ein Schloss, fast so ganz nah,
Nun geh ich den Weg dorthin ein kleines Stück.

Hör ich Schritte, oder war’s nur meine Fantasie?
Ich hör sie so deutlich, wie zuvor noch nie:

Ein Engel mit goldenem Haar,
Kommt geradewegs auf mich zu.
Mit Augen, die funkeln wie Sterne,
Ein Engel –

Und der bist du.