Kühl war es hier noch heut morgen,
Als noch nicht die Sonne war aufgegangen.
Das Flusstal, in Tau gehüllt am Morgen,
Und die Vögel langsam zu sing’n begannen.

Dann wurde es heller und heller,
Die Müdigkeit verschwand aus meinen Gliedern.
Der Tag begann zu kommen nun schneller,
Ich lauschte den Vögel-Liedern.

Einsam, zart, schob die Sonne sich hervor,
Und kam aus dem Berge heraus.
Zu blauem Himmel, Wärme öffnet sie das Tor,
Und sie scheut die Kälte hinaus.

Julia – ein großer Sonnenschein;
Julia – ein leuchtendes Blumelein.
Julia – zauberst in mein Gesicht
Ein Lächeln, das Bände spricht.

Ein Tag wie heut ist schön zu genießen an diesem Ort,
Und zur Beschreibung gibt’s gar nur ein Wort…
Von Herzen wünsch ich dir, dass immer ein Plätzchen bleibt,
Dass du immer dafür wirst haben ein wenig Zeit:

Julia – ein großer Sonnenschein;
Julia – ein leuchtendes Blumelein.
Julia – zauberst in mein Gesicht
Ein Lächeln, das Bände spricht.

Schnell ist vergangen die letzte Zeit,
Schon bald bist du wieder weg ganz weit.
Dann erinner ich mich noch daran,
Wie es war, als wir noch bei euch…

Julia – ein großer Sonnenschein;
Julia – ein leuchtendes Blumelein.
Julia – wie fröhlich ich doch war,
Als ich in dein liebes Gesicht sah.

Langsam nun, da weicht die Traurigkeit,
Und macht der Freude wieder Platz.
Die Erinnerungen, sie kommen wieder,
Und sie scheuen die Trübsal hinaus.

Julia – mein großer Sonnenschein;
Julia – ein wahrer Edelstein.
Und bevor du dann deine Augen schließt,
Hörst du noch: „Ich denk an dich.“