Jetzt möcht ich malen ein kleines Bild,
Ob das wohl auch als Gedicht gilt?
Warte bis du es kannst vor dir sehn,
Dann wirst du es verstehn.

Zuerst mal ich den Himmel blau,
Das geht mit einem Pinsel ziemlich schnell.
Dann füg ich hinzu eine Sonne – schau!
Schon leuchtet am Himmel sie hell.

Du malst von Bergen das Antlitz in die Ferne,
Dabei zusehn, das tu ich gerne.
Sie sind bedeckt mit lauter weißem Schnee,
Kannst du das Bild schon vor deinem Auge sehn?

In den Hintergrund kommt jetzt ein wenig Tannengrün,
Davor eine Wiese, auf der die Blumen blühn.
Du riechst förmlich nun das Blütenmeer,
Bin gespannt was ich nun werd zeichnen noch mehr.

Schnell steht auf dem Bild ein kleines Haus,
Du hast es schnell gezeichnet vom Ärmel aus.
Es hat eine Veranda mit vier Stühlen,
Und vor dem Haus ein paar Kinder spielen.

Ich möcht aber noch haben eine Koppel dort,
Damit man auch kann reiten an jenem Ort.
So füg ich hinzu einen kleinen Zaun,
Und werd auch noch einen Stall dann baun.

Nun kommst du und erschaffst ein Pferdchen,
Das dann steht in diesem kleinen Gärtchen.
Es hat auch einen Namen: Antonia es heißt.
Es ist eine Stute, wie du jetzt bestimmt weißt.

Dieses Bild das nun schon fast fertig ist,
Was wohl deine Meinung dazu ist?
Es gibt uns schon heute ein wenig Halt,
Denn Wirklichkeit, das wird es schon bald.

Es ist ein Bild von künftigen Zeiten, die werden kommen.
Noch sehn wir manche Details nur etwas verschwommen…
Doch dies wird sich ändern in kürzester Zeit,
Wenn die Zeit dafür wird sein bereit.

Nun schenk ich dir dieses schöne Bild,
An dem wir gemalt haben zu zweit.
Es dir bald auf Papier zu zeichnen, bin ich gewillt,
Ich send es dir, sobald ich hab Zeit.

Lang war der heutige Tag,
An die Arbeit ich gar nicht denken mag.
Doch bevor meine Augen schließen sich,
Sag ich noch ganz leis: Ich denk an dich.

Das Bild