Weiß ist das Blatt Papier,
Das nun liegt vor mir.
Bunt die Gedanken sind,
Sie kommen wie der Wind…

Weiß ist die Farbe der Reinheit,
Auch der Edelkeit;
Aber auch der Ewigkeit,
Und der Leerheit.

Schwarz ist die dunkle Nacht,
Drum gib dann besonders Acht.
Schwarz ist auch dein schönes Kleid,
Das du nur trägst zu besonderer Zeit…

Schwarz ist nicht einfach nur dunkel,
Es hat auch ein gewisses Funkeln.
Auch die Traurigkeit hat Schwarz als Symbol,
Wenn der Tod macht ein Herz hohl.

Gelb ist die Farbe vom Sonnenlicht,
Trüb geht’s uns, wenn sie mal scheint nicht.
Gelb leuchten die Narzissen,
Was wir zurzeit alle wissen.

Noch wärmer orange als Farbe ist,
Eng verwandt damit auch golden ist.
Orange ist die Farbe der Herbstblätter im Wind,
Und wie wunderschön deine goldenen Haare sind.

Feurig, scharf, heiß ist Rotes dann,
Auch der Teufel nutzt die Farbe dann und wann.
Rot ist die Farbe der Liebe auch,
Ein Gefühl, das kommt aus dem Bauch…

Feuer kann alles verbrennen,
Drum sollte man seine Gefährlichkeit gut kennen;
Doch Feuer auch Wärme ausstrahlt,
In einer kalten Nacht sich das auch auszahlt.

Lila – auch genannt Violett –
ist auch eine Farbe sehr nett.
In Lila erstrahlen viele Blüten,
Der Wind wird sie alle hüten.

Lila hat noch einen Hintergrund,
Zu traurigen Zeiten war sie ein Zeichen.
Dort getrieben wurde viel Schund,
Wie gut, dass diese Zeit musste weichen.

Blau dann wieder ist kühl eigentlich,
Es zeigt in die unendliche Ferne, ewig.
Blau sieht alles objektiv, so sachlich,
Dies ist zudem des Meeres Farbe für mich –

Auch für dich?

Ein glänzender Edelstein ist der Türkis,
Smaragd und Jade dazu gehörn, überdies.
Es leuchtet der Himmel gar sehr,
Wenn keine Wolken dort sind mehr.

Grün, grün, grün sind nicht alle meine Kleider,
Denn mein Vater zufällig kein Jäger ist.
Drum bestaun ich die Wiese, die wächst weiter,
Obwohl eine Kuh gemütlich frisst.

Grün ist die Farbe der Natur,
Eingefärbt sind Wiese und Flur.
Der Schöpfer all dies damals erschuf,
Samt den Tieren mit Maul und Huf.

Und Gott fügt hinzu: „Noah, hör mal, du.
Dies ist das Zeichen vom Bund, den ich tu kund
Zwischen mir und euch und jeder lebenden Seele heut,
Für die Generationen auf unabsehbare Zeit.

Meinen Regenbogen setze ich in das Blaue,
Und er soll als Zeichen dienen zwischen mir und der Erde, die bebaue.
Und es soll geschehen, wenn eine Wolke über die Erde führe ich,
Dass dann der Regenbogen gewiss in der Wolke wird zeigen sich.“

So vereinen sich alle diese Farben,
Die da zeigen die Fülle von uns gegebenen Gaben.
Er schenkt uns in seiner Güte Augen,
Die auch gut zum Farbensehen taugen.

Verbunden mit Gedanken und Gefühlen,
Mit warmen, heißen, und auch manch kühlen.
So nutze gut die Gabe des Sehens,
Und verbinde damit die Gabe des Verstehens.
Die Farben werden währen für ewige Zeit,
Und auch nun: An dich ich denke heut.